Unsere Hunde und Wir – Woche 52

20130305_Wald_01Weihnachten ist für uns Menschen eine Zeit der Ruhe und Besinnlichkeit. Aber wie sehen unsere Hunde das? In dieser Zeit, sind wir mehr als sonst daheim. Wir sind häufig entspannter als im Alltagsgeschehen und wir geben uns vielleicht auch ein bisschen mehr Mühe nett zu sein. Diese Veränderung spüren Hunde und ich bin mir sicher, jeder von Euch hat schon mal die Erfahrung gemacht, daß auch die Hunde im Urlaub besser hören??? Das liegt einfach daran, daß wir viel mehr Ruhe vermitteln und auch mehr Geduld haben als sonst. So ist es auch zur Weihnachtszeit.

Ich rede hier wirklich nur von den Feiertagen. Die Tage davor hat man das Gefühl, die Welt geht morgen unter. Auf der Straße ist jeder unterwegs, der ein Gefährt hat, egal ob er es bedienen kann oder nicht. In den Geschäften muss man sich schon fast um einen Platz vor einem Regal prügeln, weil man eiskalt weggeschoben wird, wenn man gerade nach der Lieblingsspeise sucht. An solchen Tagen fällt einem mehr denn je auf, wie hektisch wir Menschen und vor allem egoistisch wir werden, wenn es ans Eingemachte geht. Auch das ist für unsere Hunde spürbar und vor allem Streß. Sie haben einen anderen Rhythmus. Sie kommen oft mit unserer schnelllebigen Zeit nicht so gut klar.

Heute möchte ich Euch ermuntern, an den ruhigen Tagen besonders auf Eure Vierbeiner zu achten. Beobachtet sie und lernt, wie sie mit ihrer kleinen Welt zurechtkommen. Es ist phantastisch zu sehen, mit wie wenig sie zufrieden sind. Erwachsene Hunde schlafen 75% des Tages. Wie ich sie beneide :-). Sie können schier unendlich lange warten, wenn ich noch nicht so weit bin. Sie spüren, wenn es mir nicht so gut geht und fahren einfach mal ein bisschen zurück und lassen mir meinen Raum zum gesund werden. Sie schreien mich nie an. Sie freuen sich immer, wenn ich nach Hause komme, egal ob ich 5 Minuten im Keller war oder 3 Stunden beim Einkaufen. Sie liegen ganz still ohne Regung im Bett neben mir, damit ich nicht merke, daß sie sich verbotener Weise reingeschlichen haben. Sie lieben es wenn ich sie kraule und bleiben ganz still stehen und lehnen sich so  ein bisschen dagegen. Sie können einen so flehend anschauen, wenn ich den Blick Richtung Leckerlidose richte. Ich liebe es ihnen beim Träumen zuzusehen und ich könnte mich totlachen, wenn sie beim Schlafen in den unmöglichsten Positionen daliegen. Ich könnte ausflippen, wenn sie mich anniesen und wenn ich danach in ihre Augen sehe, denke ich nur mit einem Lächeln auf den Lippen, vielen Dank und hole ein Brillenputztuch. Sie haben keinen Laptop, lesen nicht, schauen selten fern, essen oft das Gleiche und beschweren sich nie, nie höre ich sie jammern wegen einem Wehwehchen, sie gehen unermüdlich mit uns Gassi, auch wenn sie bei dem Regen eigentlich lieber auf der Couch verbringen würden, oder umgekehrt, liegen gemütlich rum, obwohl sie lieber draußen Vollgas geben würden. Nie habe ich etwas ehrlicheres und treueres erlebt, wie meine Vierbeiner.

Erinnert Euch an die vielen tollen Momente, in denen Eure Vierbeiner Euch ähnliches gezeigt haben und macht Ihnen an Weihnachten eine kleine Freude. Wir werden heute wieder ein Packet mit vielen tollen kleinen Leckerein versteckt in viel Zeitungspapier öffnen und das Abendbrot wird lecker mit Stinkerkäse verfeinert. Silvester werde ich so ruhig wie möglich verbringen, damit meine Kleine keine Angst haben muss. Ich selbst zünde keine Knaller mehr, seid ich auf den Hund gekommen bin und gesehen habe, wie schlimm der unendliche Lärm für sie ist. Da der Umgang mit Knallern so unüberlegt geworden ist und man schnell mal einen zwischen die Beine geworfen bekommt beim Gassi gehen, vermeide ich die üblichen Gassistrecken. Da es so viele Wildtiere gibt, die ebenso wenig eine Wahl haben, hab ich mich dagegen entschieden.

Ich wünsche Euch allen schöne Weihnachten und rutscht gut rein ins Jahr 2015.

Eure Katja

2 Gedanken zu „Unsere Hunde und Wir – Woche 52

  1. Hallo Katja,
    ich stimme deinem Blog völlig zu, gerade in hektischen Zeiten ist Diego ein absoluter Ruhepol. Gerade jetzt, beim Schreiben dieser Zeilen, kuschelt er ganz eng an meiner Seite. Auch wenn ich kaum richtig und ohne Haltungsschäden schreiben kann, macht nichts – ich möchte ihn nicht stören. Goliath ist schon etwas aufgeweckter, ist im Bett aber auch fast nicht zu bemerken.
    Silvester – im letzten Jahr haben wir ein Essen in Chemnitz gemeinsam genießen dürfen – ist für mich etwas, von dem ich wünsche, dass es schnell vorbei ist. Die Knaller und die Rücksichtslosigkeit, mit der diese eingesetzt werden, stellen für Mensch und Tier jedes Mal ein Risiko dar. Da ich sowieso nicht darauf stehe, Geld zu verballern, kaufe ich diesen Mist gar nicht erst. Stell dir vor, was man damit Gutes tun könnte…
    Aber auch dieser Abend geht vorbei und das Wichtigste ist ja, dass ein neues Jahr beginnt.
    Ich möchte dir und deiner unermüdlichen menschlichen und tierischen Crew DANKE sagen für all die hilfreichen Tipps und ich bin froh, dass wir uns kennen gelernt haben.
    Euch und ganz besonders dir, liebe Katja, ein erfolgreiches 2015, viel Gesundheit und ganz viele (noch) unerzogene Vier- und Zweibeiner:-)
    Liebe Grüße
    Katrin und Diego und Goliath

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